Höhere Berufsbildung

Die höhere Berufsbildung umfasst den nicht-hochschulischen Bereich der Tertiärstufe. Die höhere Berufsbildung setzt sich zusammen aus den standardisierten Bildungsangeboten: eidg. Berufsprüfung, eidg. höhere Fachprüfung und höhere Fachschulen. Bisher ist die höhere Berufsbildung oft als Weiterbildung bezeichnet worden.

Höhere_Berufsbildung

 

Berufsprüfung
Die eidg. Berufsprüfung ist ein Abschluss auf Stufe der höheren Berufsbildung. Sie verbindet solide praktische Fähigkeiten mit theoretischen Fachkenntnissen. Absolventinnen und Absolventen einer eidg. Berufsprüfung arbeiten als Fachspezialisten und -spezialistinnen oder übernehmen Führungsfunktionen. Wer die Berufsprüfung bestanden hat, erhält einen eidg. Fachausweis.

Für jede eidg. Berufsprüfung (z.B. Baupolier, Bankfachfrau/mann, Informatiker/in usw.) hat die zuständige Organisation der Arbeitswelt (Berufsverband) ein Prüfungsreglement zu erlassen, welches dem BBT zur Genehmigung zu unterbreiten ist.

Werden in einem Bereich sowohl eine eidg. Berufsprüfung als auch eine höhere Fachprüfung angeboten, so stellt die Fachprüfung höhere Anforderungen.


Beispiel

Lehre EFZ eidg. Fachausweis
Automechaniker/in Automobildiagnostiker/in
Maurer/in Baupolier/in
Kaufmann / Kauffrau Personalfachmann/frau

 

Höhere Berufsbildung
Die eidg. höhere Fachprüfung (vielfach noch Meisterprüfung genannt) ist ein Abschluss auf Stufe der höheren Berufsbildung. Durch sie soll festgestellt werden, ob die Absolventen die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse besitzen, um einen Betrieb selbstständig zu leiten oder in ihrem Beruf höheren Ansprüchen zu genügen. Wer die höhere Fachprüfung bestanden hat, erhält ein eidg. anerkanntes Diplom.

Beispiele

Lehre EFZ eidg. dipl.
Koch / Köchin Küchenchef/in
Detailhandelsfachmann/fachfrau Verkaufsleiter/in

Höhere Fachschule
Höhere Fachschulen (HF) bieten Lehrgänge mit hohem Praxisbezug an.
HF-Lehrgänge bauen meist auf einer abgeschlossenen Berufslehre auf und dauern 2 oder 3 Jahre (je nach Schule und Lehrgang Vollzeit oder berufsbegleitend).
Absolventinnen und Absolventen einer Höheren Fachschule geniessen in der Wirtschaft einen guten Ruf und werden oft im mittleren Kader eingesetzt.

Neue Verordnung über Mindestvorschriften vom 11. März 2005 gilt für folgende Bereiche:

  • Technik
  • Gastgewerbe, Tourismus und Hauswirtschaft
  • Wirtschaft
  • Land- und Waldwirtschaft
  • Gesundheit
  • Soziales und Erwachsenenbildung
  • Künste und Gestaltung

Die Titel der Höheren Fachschulen sind vom Bund geschützt.

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